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Helmut Brandt: ohne Titel

 
Die Geschichte des Narziß läßt sich verstehen auf dem Hintergrund der Enstehung des abendländischer Subjektivität. Sie ist eine Erzählung über den Preis der selbstbezüglichen Innerlichkeit.

"Wozu dient das Objekt? Dazu, der Angst eine sexuelle Existenz zu verleihen. Narziß gelingt das nicht. Er ist in einer anderen Dimension. Seine nicht an ein Objekt gebundene Angst kehrt zu ihm zurück, und wenn er in diesem Zurückschnellen erkennt, daß der andere in der Quelle nur er selbst ist, hat er einen psychischen Raum konstruiert: ist er zum Subjekt geworden. Zu wessen Subjekt? Zum Subjekt des Abbildes und des Todes zugleich."
Julia Kristeva, Geschichten von der Liebe, 114
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