Gnomen aus Texten von Rudolf Heinz
"Ist doch die Leugnung des Dritten Inbegriff aller Gewalt."Logik und Inzest; in: Die Eule Nr. 4, 12
"Urschuld der dinglich transfigurierten mannsintrikaten Mutterschlachtung"Das Unbewußte des Sitzens; in: Pathognostische Interventionen I, 101f.
"Je mehr Absolutheitsbegehren, umso mehr Enttäuschung und umso mehr Zerstörungsmotivation."Lectiones pathognosticae, 18
"Das Innerste der Gottheit, das sind die für die Sterblichen tabuisierten begehrten Inzeste."»Denn viele sind gerufen, aber wenige auserwählt« - Mißbrauch (auch) in Psychotherapie als Medientheologumenon; in: Retro III, 216
"Metamorphose des Sterblichkeitstraumas in tötende Gewalt"Todestrieb - Programm einer Revision; in: Todesnäherungen, 32f.
"Kulturkreation, notorisch die schöpferische Tabuisierung der Kopro-. Nekrophagie"Captatio Malevolentiae; in: Rückstände, 8
"In den Exkrementen verrät sich das rettende Scheitern der inzestuösen Binnenreservation - glücklichstes Unglück."Abort im Geiste - aber warum?; in: Rückstände, 67
"Letztlich ist Schreiben die Assimilation des Mutterkörpers."mündliche Mitteilung (2015)
"Des Nachts im Tiefschlaf aber nähren sich die Dinge von den Körpern; und tagsüber, umgekehrt, die Körper von den Dingen."Rund um die Uhr; in: Retro III, 51
"Autonomie, das ist das Pochen auf ihr eigenes Gegenteil, den Inzest."Zur Archäologie der Gewalt; in: Todesnäherungen, 152
"Die Sterblichkeit des Menschen motiviert die menschliche Destruktivität als Verdinglichung (im Sinne einer Fatalität)."Was ist ein literarischer Text - psychoanalytisch? Vorbereitungen zu einer psychoanalytischen/nicht mehr psychoanalytischen Texttheorie; in: Omissa aesthetica, 66
"Todestrieb, das ist auf die Spitze getriebene Phantasmatik der Absolutheit."Hinführung zu einer Psychoanalyse der Sachen (Pathognostik), 29
"Der innigste Inzest, das ist die Inkorporation, und entsprechend deren Widerruf in der Exkrementenhergabe wohl am schmerzlichsten."Zur Archäologie der Gewalt; in: Todesnäherungen, 153
"Ist doch das ödipale Begehren, Ich als Ursprung meiner selbst, das Phantasma des Gottes, nichts anderes als der Tod, Nichts"Zur Archäologie der Gewalt; in: Todesnäherungen, 156
"Je weniger Todeskonzession im Leben, umso mehr Zerstörungsgewalt der Todesanmaßung ebendort, umso stärker das Stigma der Entropie."»Der Platz ist verflucht«. Zur Pathognostik von Tabu-Räumen; in: Pathognostische Studien I, 85
"Der Schutz ist immer so etwas wie Paranoia."Der Verrat des Psychotikers; in: Retro III, 302
"Es gibt keine Wahrheit jenseits des Phantasmas."Der Verrat des Psychotikers; in: Retro III, 303
"Frau als sperriger Opferstoff und Mann als die darein ohnmächtig verstrickte Opferexekutive."Philosophie der Sexualität; in: Die Eule Nr. 10, 89
"Die todesmimetische Rückkehr des lebendigen Körpers in tote Materie, das sind die Dinge."Die Vermittlung findet nicht statt. Über die Verfehlungen von und zwischen Psychoanalyse und Marxismus; in: Pathognostische Studien IX, 67
"Je mehr Absolutheit, umso mehr Opfergewalt."Musikalische Autosymbolismen im Gesamtkunstwerk Wagners; in: Pathognostische Studien IX, 94
"Phantasma der Absolutheit als Lebenssubstitution des Todes"Häresien zu Pluralität und Konsensfähigkeit; in: Pathognostische Studien V, 44
"Alle Warendinge sind, kraft des toten Vaters, sohnlich opfererwirkte Mutterleibleichen, totalanteilig durchsetzt vom medialisierenden Nymphentochterkadaver."Hinführung zu einer Psychoanalyse der Sachen (Pathognostik), 95
"Unsere Konsumgeflogenheiten, ganze Suchtsysteme, rechtfertigen die in den Konsumobjekten versammelte Gewalt durch unsere gewaltbeglaubigenden Lüste."Hommage - an der martialischen Dingpathologie vorbei?; in: Pathognostische Interventionen IV, 68f.
"Pathologie = sanktionierte subjektive Usurpation objektiver Gewalt"Moral in Psychoanalyse; in: Pathognostische Studien XII, 223
"Der Ödipuskomplex besagt das Begehren, alles Andere - das Andere des Geschlechts, das Andere der Elterngeneration, das Andere des Todes - inzestuös zunichte zu machen."Vom Eigenen und vom Fremden: Das Unbewußte, das Geschlecht, die Generation, der Tod; in: Pathognostische Studien VII, 20
"Nur der Exkremente und zumal der Leichen wegen garantiert sich überhaupt etwas und nicht vielmehr nichts."Sinne und Krankheit. Bemerkungen zu einer psychoanalytischen Sensualistik; in: Pathognostische Interventionen VI, 152
"Symptome enstehen immer am Ort des Konsums. Weshalb? Wegen der Unschuldsbestätigung hier, die in Krankheit eben mißlingt."Korrespondenz mit Sebastian Leikert; in: Metastasen, 295
"Die Nutrimente sind Vikariate des graviden und laktativen Mutterkörpers."Leib - Ding - Körper II, 126
"Selbstgeburtphantasmatik als Quellort des Ontologiereichtums."Libera nos de ore leonis. Über die beiden ersten Kapitel des Proslogion des Anselm von Canterbury; in: Logik und Inzest II, 45
"Dinglich bin ich phantasmatisch ich selbst in autogenetischer Selbstüberbietung."Objektivierung und Todestrieb. Vorbereitender Schrägblick auf Dauerverfehlungen (auch) im Medizinwesen; in: Pathognostische Studien XIII, 332
"Gottmenschlichkeit - die reinste obsekrative Apokalypse der Selbstliquidation der »pour soi«- und »en soi«-Extreme: der spiritualistisch körpervernichtenden Dinge sowie der entfesselt inzestuösen dingevernichtenden Körper."Dingarkanum und Psychose; in: Pathognostische Interventionen I, 120
"Ding, weil du tot bist, saugst du meine Schuld ab und läßt sie ganz verschwinden; und in diesem Jenseits offerierst du dich zu meinem fühllosen und in der Fühllosigkeit gar empfindungsreichen Glück: das ist Gebrauch, Konsumtion."Pathognostische Äquivalente zu »Erinnern, Wiederholen und Durcharbeiten«; in: Kaum. Halbjahresschrift für Pathognostik 2, 22
"Sucht, das ist die Schuldvernichtung als letale Schuldakkumulation im Körper als Korrespondenz zu den Waffen."Conscientia. Zu einer nicht mehr psychoanalytischen Genealogie des Gewissens; in: Pathognostische Studien II, 70