Die Situation der Menschheit stellt sich aus Sicht der Pathognostik dar als ein fatales Verhängnis ohne Alternative. Es bleibt nur das Akzeptieren der Ohnmacht angesichts der unvermeidbaren Selbstvernichtung der Menschheit.
"»Kritik ohne Alternative« - eine Kritikart, die notorisch als skandalös angesehen wird: so sehr ist uns der utopische Meliorismus in Sachen Vernunft eingeschrieben, daß wir es kaum noch aushalten, Fatalitäten einräumen zu müssen. Die These gilt, daß der dingphantasmatische Kausalismus in seiner Kulminationsgestalt Naturwissenschaft und Technik irreversibel ist und als solcher progrediert; und daß dieses sein Wesen den indisponiblen Inbegriff allen Wohls und allen Wehes der Menschheit ausmacht – bis zum prognostizierbaren Ende nicht der Neuen Erde, sondern deren Vernichtung."
Propädeutisches zur Philosophie des Leib-Seele-Problems; in: Metastasen, 57f.
Wien: Passagen Verlag. 1995
Begriffe: