Narzisstische Verdinglichung ist der Produktionsgrund der Dinge und Krankheit die Spürung der Schuld der Dingproduktion am Ort des Gebrauchs.
"Das narzißtische Übertragungsextrem der Verdinglichung als der paradoxe Zusammenfall von letzter Aufwertung und letzter Abwertung im Sprung von den Personen zu den diese ersetzenden Dingen, das ist bereits das allenthalben verdeckte Motiv der Herstellung von Dingen und mitnichten eine kranke narzißtische Zutat zu denselben, die man von diesen therapeutisch abziehen könne. (...) Was aber ist dann Krankheit? Krankheit ist die Spürbarkeit der schwersten narzißtischen Verfehlung schon in der Herstellung der Dinge, die Spürbarkeit kurzum der Schuld der Produktion am Ort des Gebrauchs; ein »deplaziertes« Gespür, das zu mancherlei Fluchten, und das sind dann die Symptome: Schuldfluchten, veranlaßt."
Psychoanalyse - und wie anders?; in: Pathognostische Studien III, 288f.
Genealogica Bd. 20. Essen: Die Blaue Eule. 1990