Phantasmen sind Abschirmungen von Traumatisierungen, das Urtrauma ist die Sterblichkeit und das Phantasma der Absolutheit die Antwort darauf.
"Das Phantasma - die Absolutheit als das Phantasma aller Phantasmen - schirmt das Trauma - das Urtrauma der Sterblichkeit - ab, so wie dieses jenes provoziert. Nur daß dieser Abschirmdienst, das ist die ödipale, narzißtische, todestriebliche Abwehr, daß solche große Todesparade brüchig gerät: (...) So nämlich das häretische Grundgesetz: die Proportionalität von Absolutheit und opferbegierigen gewalttätigem Mangel. Übrigbliebe demnach der Schwellkopf, die ganze Pseudologie der Liebe als Maskerade tödlicher Macht, und diese wiederum als Maskerade tödlicher Ohnmacht, und dieser Komplex letztendlich als Epikalypse des Todes."
Musikalische Autosymbolismen im Gesamtkunstwerk Wagners; in: Pathognostische Studien IX, 83