Die Droge ist eine Gottesverkörperung im Sinne der Verheißung der Selbstverfügung als sich an sich selbst vernichtende Entschuldung.
der Gott der Pflanzen
"Die Drogenproduktion ist die Gottesgenese selber; Dingniederschlag der Disponibilitätsrepräsentanz des organlosen Körpers als Pflanzlichkeit und Pflanzenauszug, rückwirkend auf den Menschorganismus als dessen peremptorische Exkulpation. Von wegen Unschuld der Pflanzen - ob drogenstofflich im engeren Sinn oder nicht, sie sind (eben wenn nicht) das Schuldakkumulat des Gottes selber ohne dramatisch imponierender Todestransit ins Anorganisch-Tote."
Je perfekter die Dinge, desto suchtanfälliger der Mensch. Sucht ist eine subjektive Aneignung der Perfektion der Dinge, eine der Göttlichkeit der Dinge korrespondierende Selbstvergöttlichung als Selbstentschuldung durch Schuldakkumulation.
Sucht ist eine erotische Besetzung des Todes, der Todesverfallenheit des menschlichen Körpers, ein masochistischer Genuss der Sterblichkeit, verbunden mit der Verheißung der Entschuldung.
Der Drogenkonsum ist eine Wiederbelebung der intrauterinen Ernährung und der extrauterinen Laktation, nicht nur beim Alkoholismus. Er ist ein Eintauchen ins Vergessen, in die glückselige Schuldlosigkeit, in die Sehnsucht nach Unsterblichkeit.