Der Mutter-Sohn-Inzest ist primär, weil er die Urprungsaneignung verkörpert. Und gleichwohl steht er für die Konsumtion, das heißt am Ende der Reihe Produktion-Zirkulation-Konsumtion.
"Die Ausgangskonstellation - filiale Zentralperspektive - sei der Mutter-Sohn-Inzest; und dessen dingliches Kulturkorrelat die Konsumtion. Woher aber rühren die beiden ersten Bezugsgrößen Mutter und Sohn? Und muß es nicht ungereimt scheinen, dass so die Konsumtion den Anfang macht, wo sie notorisch doch, folgend auf Produktion und Zirkulation/Tausch/»Aufzeichnung«, am Ende steht? Ferner kommen Kompabilitätsnöte zwischen dem unterstellten heterogenerativen Beginn - Mutter-Sohn - und dessen christlicher Umwendung - der urinitialen Sohneszeugung und Geburt durch den Vater - auf, insofern relevant, als die »Abendländische Metaphysik« sich auf sehr lange Wegstrecken hin doch christlich ausgestaltete."
Hype-Thinking. Über Dingdimensionen und Inzestformen, 32
Düsseldorf: Peras Verlag. 2007