Krankheit öffnet und verschließt in einem das Unbewusste der Realitätstautologie, die sich öffnende Differenz wird zurückgenommen und als Täuschung und Anmaßung verworfen.
"... daß Krankheit zwar den Bann der Realitätstautologie traumatisiert, doch just in einer Weise, die dies kleine Pathologieerdbeben ganz auf seinen Ursprungsort rechtens zurückdrängt und ebendort wieder auslöscht. Pathologie selber deplaziert die Auflassung des Unbewußten, setzt den Teleologie/Disteleologiemechanismus, die Wiederschließung, in Gang, verurteilt, diskriminiert die unbewußte Gegenrealität als Irrationalismus. Die brauchbarste genealogische Öffnungsstätte Pathologie scheint unvermeidlich von dieser Paradoxie stigmatisiert: a fortiori zum anscheinend idealen Ausgangspunkt der Geschlossenheit zurückzudrängen und das interimistisch Gewahrte als Schein zu verwerfen."
Shame and Scandal in the Family; in: Die Eue Nr. 7 (Sondernummer), 72
Wuppertal/Düsseldorf. 1982