Indem der Sohn zum Vater der Mutter wird, findet eine Verlagerung von der Oralität zur Analität statt, ein Aufbrechen der inzestuösen Fusion hin zur Produktion. Der (analen) Dingproduktion entspricht die Verabsolutierung des Selbst als Mutterassimilation.
"Der Vater-Tochter-Inzest geht dejektiv über das symptomatische Mutterauskotzen und das Wiederauffressen des Erbrochenen hinaus; vielmehr diesem entspricht die »natürliche« Defäkation und folgend die unnatürlichste Koprophagie: Teilveräußerung des Mutterleibeinbehalts zum erscheinenden Cover-Rest der Mutterleibleiche, töchterlich gefüllt wie zur Schwangerschaft extrauterin - so die Körperrückeinbildung männlicher Gebärung, der Dingproduktion: ecce filia divina! Letzteinbehalten wiederum stürzend apotheotisch zum hen kai pan der lebendigen Leiche, dem Absolutheitsabschluss/-anfang Leicheneigenfraß, der Sohnes-Übervater, der zur eigenen Mutter sowie zur eigenen Tochter ward; der ultimative Ödipuskomplex, objektiv das Dingarkanum, sprich: die Bombe."
Hype-Thinking. Über Dingdimensionen und Inzestformen, 18
Düsseldorf: Peras Verlag. 2007