Pathologisch ist das Verhältnis von Selbst und den Dingen, wenn es keine Trennung oder nur Trennung gibt, beides Gestalten der Indifferenz. Die »normale« Balance dazwischen - »ungetrennt und unvereint« - ist eine Vermittlung zwischen Selbst und den Dingen, die alles zum toten Anderen meiner selbst macht.
"Gesetzt nun den Fall, die besagten Extreme - 0 und ? - seien abgekappt; die Absperrungen der Indifferenz hier wie dort gesichert; das Selbst mit dem Gesamt seiner dinglichen Doubles, außer denen es nichts gibt, »ungetrennt und unvereint« (vs. das immer drohende pathogenetische Grunddebakel von »ungetrennt = vereint« sowie »unvereint = getrennt«); damit die Gedächtniskonsistenz, die einräumende/zeitigende Marge zwischen der Selbstduplikation, Einschußort der betreffenden Vorstellungen davor und danach, etabliert; die dauerresidualen Bestände an noch nicht vollends humanisierter Natur im Wartestand - gesetzt solchen Fall, diese im Resultat vergessengemachten weltkonstitutiven Akte alle seien mühselig garantiert, so ergeht der fortgesetzte Welthabeauftrag, die Gnade der Selbstobjizierung, das Fundamentalphantasma der Todesdisposition in allem toten Anderen meiner selbst, meinen dinglich-mortalen Doppelgängern, zu vollenden. Wie? Grundlegend durch Rüstung, in der progressiven Waffenförmigkeit aller Dinge, dem die Körper mißreißenden apokalyptischen Dingsuizid, allwo alle Gewalt menschlicher Todesmimesis gipfelt."
Objektivierung und Todestrieb; in: Pathognostische Studien XIII, 324
Genealogica Bd. 47. Essen: Die Blaue Eule. 2014
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