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Passagen
Ödipuskomplex - Narzissmus - Todestrieb \
Aneignung der Elternimago
Der tote Vater ist das Mittel zur inzestuösen Bemächtigung der Mutter. Als diese tote Mutter werde ich im toten Vater wiedergeboren, körperlos-spirituell-jenseitig-unsterblich. Wiedergeburt im Geiste.
Aneignung der Elternimago
"Wie geht die sadistische Todesinterpretation vonstatten? Diesmal unbeschränkt, transfiguriert sich die sadistische Symptombildung zum Gesamtentwurf des menschlichen Lebensprozesses. Dieser überhaupt bedeutet - immer nach der Maßgabe der Struktur Sadismus - die Assimilation der Elternimago, deren Auftrennung und der alleinige innerlich symbiotische Mittelgebrauch des toten Vaters zu dem Zweck, die Mutter zu distanzieren und zu bemächtigen. Den Höhepunkt des letzteren aber bildet der Tod: die endgültige Diskrimination der Mutter als spirituelle Wiedergeburt exklusiv im medialen Vater, die Pneumatik der Himmelfahrtserektion, endlich totale Virilität, unsterbliche Seele, die ihre sterbliche Körperhälfte hinter sich gelassen hat."
Die Utopie des Sadismus; in: Die Eule Nr. 3, 50
Wuppertal/Düsseldorf. 1980
Begriffe:
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