Der Todestrieb verdoppelt repräsentativ den Körper in einen lebendigen und einen toten, wodurch es möglich wird, lebend tot zu sein. Es ist die Spaltung in corps propre und corps matière
"Todestrieb: die veritable Triebhaftigkeit, den lebendigen Körper zum toten Körper/Leiche zu machen; und dies nicht im Sinne des Sterbenwollens, vielmehr um lebend tot zu sein zum einzigen Zweck der Schuldabsolution im Ganzen. Also besteht der Todestrieb darin, daß ich mich, den sterblichen Körper, mortal dopple in der Schaffung der Repräsentativität überhaupt, dem Vertretungswesen, ultimativ hin bis zu den Dingen."
Der Körper der Vorlesung. Beitrag zur sensuellen Situativität; in: Zerstreuungen, 46f.
Wien: Passagen Verlag. 1993