Die Selbstbezüglichkeit des Traums - dass die Traumarbeit der Trauminhalt ist - stellt sich als eine der Psychose verwandte Distanzlosigkeit dar.
"Bleibt als Traumgedanke, als somniales Material einzig die Traumarbeit selbst in actu übrig - so ja das Kriterium des »funktionalen Phänomens« -, so fallen Traumgedanke und Trauminhalt ebenso zusammen, wie das Träumen und die Traumerinnerung. In der penetranten Selbstreferentialität der Traumarbeit passiert weiland so etwas wie die Infinitesimalisierung der Traumgrenzen, der -übergänge im Traum selbst dann, die keinerlei Spielraum mehr der Überdetermination erlaubt und eine Hyperaktualität von Zeugenschaft stipuliert, die sich dem Terror der psychotischen Selbstbeiwohnung als mindest verwandt erweist."
Selbstreferentialität in der Psychoanalyse. Zum heterodoxen »funktionalen Phänomen« Herbert Silberers; in: Pathognostische Studien V, 109
Genealogica Bd. 27. Essen: Die Blaue Eule. 1999
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