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Passagen
Körper \
Phantasma der »lebendigen Leiche«
Ineins lebendig und tot zu sein, »An-und-für-sich-Sein« (Sartre), das Begehren nach der Fülle des Seins, nach der Identität, als Todesbegehren, Verheißung der Schuldfreiheit, bestraft mit Krankheit.
Phantasma der »lebendigen Leiche«
"»Tödlicher Wunschweg des Körpers in die Leiche«, »Nichts-widersprüchliche Seinsbegehrlichkeit« - was soll das? Kaum aber wird ein Weg an der Unterstellung vorbeiführen können, daß der (womit?) »verklebte, ja verkeilte« Körper unnachlaßlich davon wunschträumt, sich als lebendige Leiche letztzuvervollkommnen, einszuwerden nämlich mit seinem toten Double, um dessen Todesmächtigkeit, sich im Ganzen entschuldend, innezuwerden. Hier ist der Ort der entscheidenden Einsicht, einzig von dem aus Krankheit im Kontext ihrer Angänge und Aufhebungen begreifbar würde, und zwar als die rettend bestrafte Anmaßung dieses Gottesphantasmas, eben des Undings der lebendigen Leiche."
Leib - Ding - Körper II. Pathognostische Psychosomatikkritik, 57
Genealogica Bd. 41. Essen: Die Blaue Eule. 2009
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