Ein Wechselspiel von Eros und Thanatos zwischen den Körpern, an dessen Ende die Evokation des Todes steht.
"In der indefiniten Verteilung von Eros und Thanatos auf die Geschlechter muß allzeit mit Umschlag-Zuwachsraten gerechnet werden: jener (Eros), weiblicherseits eingenommen, treibt dieses (Thanatos) Terror, männlich, hervor: Erosgipfel als Todesverkündigung, aktiv wie passiv (»männlicher Protest«" wider die Spermaabgabe-Effeminierung). Das heißt aber: das Gewaltelement auch in genitaler Sexualität bleibt unabkömmlich; und im Schoße der postmodern hochpotenzierten Vermittlungshypostase, seines eigenen Ab-Bilds mit, trägt es sich im Durchschnittsfall, zugegeben: pornographisch moderat, deshalb aber umso Todes-verleugnender, großspurig aus."
Ist der Todestrieb - insbesondere als ein für die psychoanalytische Praxis brauchbares Theorem - zu retten?; in: Pathognostische Studien VIII, 135
Genealogica Bd. 32. Essen: Die Blaue Eule. 2003