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Passagen
Subsistenzsexualität \
Verdauung - Sadismus - Inzest
Die Nahrungsaufnahme ist die Aneignung der Eltern, die Verdauung die Auftrennung der Eltern, die Ausscheidung des Exkrements als tote Mutter gelingt kraft des verinnerlichten toten Vaters, die Defäkationslust ist die Rache, Vorbild für die sexuelle Lust.
Verdauung - Sadismus - Inzest
"Die sadistische Symptombildung transfiguriert sich zum intestinalen Gesamtprozeß. Es entsprechen einander: der Inkorporation die Anverwandlung der Elternimago; der intestinalen Assimilation die Auftrennung der Elternimago und die Aneignung des toten Vaters; dem Defäzieren die Diskrimination der Mutter aus der Kraft des abgetrennten und angeeigneten toten Vaters; der Defäkationslust die Vergeltungserektion, das telos Geschlechtsgefühl; der durch Wiederholung des gesamten Vorgangs abgefangenen Intestinaldepression, dem verhinderten Kurzschluß des Gesamtprozesses mit seinem Lustmordresultat, der ebenso aufgehaltene inzestuöse Zusammenbruch: die ausgesetzte, keinen Drittenplatz einräumende Hintergrundidentität von Vaterleiche und mütterlicher Destruktionsform."
Die Utopie des Sadismus; in: Die Eule Nr. 3, 40
Wuppertal/Düsseldorf. 1980
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