Der Analverkehr ist der Versuch der Wiederbelebung der Mutterleibleiche (Exkrement) durch das Sperma und zugleich die Bekräftigung ihres Todes.
"Der Analverkehr präpariert, hypostatisch, die "resurrectio mortuorum", Totenerweckung der Mutter, auf daß sie sich, revitalisiertes Fleisch, zur totalen Eucharistie, der Indifferenz des Aufgangs in ihr, mortale Erosvollendung, retrospektiv restituiere. Doch der manisch konkretistische Wahn der Scheißebesamung fusioniert mit seinem inneren Kontrarium: daß nämlich die losgelassene Effusion, Inbegriff zeugender Lebensklimax, an ihre peremptorische Todesgrenze, abstürzend depressivierend, stößt - nein, das paßt - ekle (delikatessische) Mixtur - (nicht) zusammen, und die erhabene Thaumaturgie der Todesparade umschlägt in den Schein der Gegenmagie von Leichensalbung, wie das rein körpergebundene Unterweltsakrament der "Letzten Ölung" ("Salzung"), Moment tiefverzweifelter Todesweihe, als sei die infernalische (Un)prokreation der - nichts denn zugleich drangegebene - Todesdispens."
Schimpfwörter - aufgeklärt wider ihre besinnungslose Ubiquität; in: Pathognostische Studien XII, 163
Genealogica Bd. 45. Essen: Die Blaue Eule. 2013
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